Geschichte

Die grosse Schlacht von Mag Mell


Vor langer Zeit begab sich im fernen Lande Hibernia eine Geschichte, die man sich bis heute an allen Lagerfeuern in der neuen Welt erzählt. Es ist eine Geschichte von Blut und Ehre; von Kampf und Leid; von Mut und von Stärke. Sie spielt in den Zeiten der Anfänge Hibernias, dem Kontinent der Magier und Zauberbegabten.

Zu jener Zeit trug es sich zu, dass die Mächte des Bösen sich mit den alten Feinden des Landes Hibernia, dem gehassten und gefürchteten Volk der Siabra, verbündeten. Die Siabra, ein Volk von Wegelagerern, Banditen und dunklen Gesellen, wurden zahlreich und drohten das Land mit Ihren gesammelten Kräften zu überrollen. Als die Siabra sich schliesslich mit starken Dämonen aus den tiefen der Erde verbündeten, schien Ihre Macht so gross zu werden, dass das magische Land dem Untergang und der Sklaverei ausgeliefert war. Die Siabra stürtzten das Land in Dunkelheit und grausame Kämpfe. Im ganzen Land brachen Dämonen und garstige Monster aus der Erde hervor und fielen arglose Bauern und friedliebende Bewohner an und ermordeten und folterten Sie auf grausame Weise um so den letzten Widerstand in Hibernia zu brechen.

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Die Siabra beschworen riesige Armeen geflügelter Dämonen, echsenartiger Drachenwesen und gespenstisch wirkender Gnome herauf, die Stadt für Stadt, Dorf für Dorf und Burg für Burg dem Erdboden gleich machten. Hibernia versank in einem Schleier aus Dunkelheit und Blut. Die tapferen Ritter und Soldaten waren machtlos gegen die Kraft des Bösen und mussten sich immer wieder geschlagen geben. Sie wurden getötet oder verschwanden für lange Jahre in den Minen der Siabra, wo sie härteste Frohnarbeit verrichten mussten bis das Wille gebrochen war.

Der Untergang des Landes der Magier und Feen war schon fast besiegelt und das darbende, blutende Volk war bereit sich den Siabra und ihren übermachtigen Höllenschergen zu ergeben. Dennoch hatten sich in einem kleinen Dorfe in der Nähe der Hauptstadt Tir Na nOgh die letzten Kampfesmutigen, Patrioten und Überlebenden der Schlachten in Bri Leith und den Sümpfen von Lough Gur zusammen gefunden um mit ihrer letzten Kraft und ihren verbliebenen, kargen Vorräten dem Feind ein letztes Mal im Kampfe die Stirn zu bieten. Unter ihnen viele, die nur mit List und Tücke und nur knapp dem Tode entronnen waren. Ihre Stärke und ihr Verstand sowie ihre Liebe zum Lande Hibernia hatte sie so lange kämpfen und überleben lassen. Sie waren bereit für das letzte Gefecht - und sie wussten, dass Sie alle sterben würden. Doch hatten sie nichts zu verlieren. Ihr einstiges Heimatland lag in Trümmern, ihre Familien waren tot oder verschleppt worden.

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Im Dunkel der Nacht hatten die Siabra viele ihrer Söldner vereinigt, um das Dorf Mag Mell, in dem sich die letzten standhaften Hibernianer verbargen, in ein Meer des Blutes zu verwandeln. Sie kreisten das Dorf langsam und immer enger ein, damit keiner der Krieger ihrer blinden Wut und Kampfeslust entrinnen sollte. Schon von weitem konnte die Handvoll tapferer Männer die weissen Banner der Siabra duch die Dunkelheit erkennen und das Grunzen der blutrünstigen Dämonenschar aus dem Unterholz vernehmen. Die letzten Mutigen griffen zu ihren Waffen und machten sich bereit zu sterben. In Freiheit und für das Land das sie liebten.

chon bald darauf bliesen die tief wiederhallenden Hörner der Siabra Armee zum letzten Angriff auf die Freiheit Hibernias und zahllose Reihen von Monstern und Siabra-Söldnern setzten sich in Bewegung um ihr grausiges Werk zu tun. Die verbliebenen Kämpfer stellten sich in einer Reihe nebeneinander auf und wollten sich dem Ansturm in einem letzten Anflug von aufwallender Wut entgegen werfen, als unerwartet die dunkle Wolkendecke aufbrach und den Vollmond enthüllte. Einen Vollmond, so hell und so strahlend wie ihn bis jetzt kein Hibernianer je erblickt hatte.

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Das gleissend helle Licht verbrannte die Augen der herannahenden Dämonen und legte ein strahlend weisses Tuch über die Erde von Mag Mell. In Qualen wälzten sich viele der Monströsen Wesen am Boden und hielten sich die Augen, um sich vor dem Licht das sie verbrannte zu schützen. Die Männer Hibernias schauten sich ungläubig um und waren fast zu Eis erstarrt ob dieses Schauspiels. Die Lichtstrahlen waren warm auf ihrer Haut und umliegende Nebelfelder schienen sich in Nichts aufzulösen. Sie schöpften neue Kraft und wollten nun erneut zum Angriff auf die Monsterscharen blasen, als plötzlich einer der Männer am Rande des Schlachtfeldes laut ausrief: "Sie sind da - es sind Wölfe! Seht nur - Sie sind da!".

Wild fuchtelnd deutete der Mann auf eine sich auflösende Nebelbank. Aus ihr konnte man schemenhaft die Umrisse von gigantischen Tieren erkennen. Je mehr sich der Nebel lichtete um so besser konnten sie erkennen, dass es Wölfe sein mussten. Riesige Wölfe. Hunderte von Wölfen. Sie trugen ein silbergraues Fell, hatten riesige Pranken und furchterregende Mäuler aus denen 10 Zoll lange Reisszähne klafften. Die Wölfe fletschten Ihre Zähne, liefen unruhig umher und heulten empor zum Mond. Bis einer von ihnen, ein besonders grosses Exemplar mit stolzem Gang und einem Silberstreif, der über den ganzen Rücken reichte, sein Geheul verlauten liess. Augenblicklich herrschte Stille und der Wolf mit dem Silberstreif trat an die Spitze des Rudels und setzte sich in Richtung des Dämonenheers in Bewegung. Erst sehr langsam, dann immer schneller. Die anderen Wölfe folgten ihm.

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Noch immer waren die Männer erstarrt und konnten nicht glauben was sie sahen. Die Wölfe sprangen in die ersten Reihen der Monster-Armee und rissen sie in Fetzen. Ihre scharfen Klauen trieben sich tief in das Fleisch der Dämonen und Söldner und viele von ihnen starben qualvoll am Verlust von Gliedmassen oder ihrer Köpfe. Das Blut der bösen Kreaturen tränkte den Boden. Einer der verbliebenen Männer fasste sich ein Herz und blies in sein Horn, um seine Gefährten aus ihrer Starre zu befreien. Nach und nach kamen sie zu sich, rotteten sich zusammen und warfen sich zusammen mit den Wölfen in diese letzte Schlacht. Die Schlacht die Ihre Zukunft entscheiden sollte.




Die Schlacht tobte viele Stunden. Viele der verbliebenen mutigen Männer und Frauen aus Hibernia liessen ihr Leben. Doch gemeinsam mit den silbernen Wölfen schafften sie es selbst über das riesige Heer der Siabra die Oberhand zu gewinnen. Als die Handlanger der Dunkelheit sahen, dass ihre Kräfte schwanden und sie der rohen Gewalt und der Macht der riesigen Wölfe und des kleinen hibernianischen Kampftrupps nicht gewachsen waren, flüchteten viele von ihnen in die umliegenden Wälder. Die restlichen starben unter den Schwertern Hibernias und den Krallen und Kiefern der Wölfe.

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Im ersten Morgengrauen war das Siabra-Heer besiegt. Die tapferen Männer des magischen Landes hatten mutig gekämpft und verfielen in einen Glücksrausch. Sie jubelten, riefen und fielen sich in die Arme. Sie waren so benommen vom Kampf, dass sie nicht bemerkten, dass sich die silbernen Wölfe, die sich so mutig mit ihnen geschlagen hatten, sammelten und einer nach dem anderen im nahen Wald verschwanden. Und sie wurden danach nie wieder in Hibernia oder woanders auf der Welt gesehen.

Die Überlebenden der grossen Schlacht von Mag Mell beschlossen am darauffolgenden Tage, dass die Wölfe ihnen von den Göttern gesandt worden waren, um ihnen in ihrer schwersten Stunde beizustehen. Sie gründeten noch am selben Tage einen Geheimbund, der dem Schutze Hibernias, der schwachen und armen dienen sollte und der sich einschaltete, wenn der Friede in Hibernia in Gefahr schwebte. Zu Ehren der mutigen Wölfe, die für Hibernia im Kampfe das Leben liessen, tauften sie den Geheimbund: "Die Silberwölfe". Dieser geheime Bund existiert bis heute. Das Geheimnis der Mitgliedschaft wird seit Jahrhunderten von Generation zu Generation weitergegeben und bewahrt. Niemand weiss wer sie sind, noch wo sie sich aufhalten. Doch jeder Mann und jede Frau in Hibernia ist sich sicher: die Silberwölfe wachen über ihr Leben und über ihr Hab und Gut.

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Eine Legende die nie sterben wird, wurde in jenen Tagen geboren. Und noch heute erinnert man sich an die guten Taten der Silberwölfe. Sie haben noch immer viele Anhänger im Volke und ein um das andere mal hört man in Tavernen Geschichten nach denen ein Wanderer von den Silberwölfen reich beschenkt wurde oder die Silberwölfe eine Greueltat durch mutiges und beherztes Einschreiten verhindert haben. Die Wölfe leben in jedem einzelnen Bewohner Hibernias. In ihrem Geiste und in ihren Herzen. Und dort werden Sie immer sein.

Homo hominis lupus est. Der Mensch ist dem Mensch ein Wolf.

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