Herr der Ringe Online

Auch in Mittelerde darf nun gebaut werden



Ein neues Entwickler-Tagebuch gibt auf der offiziellen Seite Aufschluss über die geplanten Siedlungen in "Herr der Ringe Online", welche mit dem "Buch 11" in Mittelerde auftauchen werden. Darin erfahren wir nicht nur, dass jede Rasse ihren eigenen Stil behalten wird, sondern auch Details über die verschiedenen Dekorationsmöglichkeiten.

Den Wunsch nach einem eigenen virtuellen Zuhause haben viele Spieler eines Online-Rollenspiels. Eigene Wohnungen dienen als Arbeitsraum für Handwerker, als Bank für Item-Jäger und Goldsucher, als Ausstellungshalle für Trophäensammler, als Versammlungsort für Gilden oder einfach nur als Party-Tempel.

Wie dies jedoch von den Entwicklern realisiert wird, ist von Spiel zu Spiel unterschiedlich. Während man in Ultima Online sein Grundstück, die Form und Einrichtung seines Hauses noch relativ frei auswählen kann, ist das Housing in Dark Age of Camelot nur auf bestimmte Zonen beschränkt, welche eigens für diesen Zweck in die Welt integriert wurden. Die Grundstücke sind bereits vom Zonen-Designer abgesteckt worden, und auch beim Haus selber hat man nur die Wahl zwischen vier verschiedenen Grundmodellen - je nachdem wie dick der eigene Geldbeutel ist.

Auch bei EverQuest II gibt es solche Wohnsiedlungen, die allerdings schlüsselfertig direkt in die Städte von Norrath integriert wurden. Hier hat der Spieler eine größere Auswahl - vom Ein-Zimmer-Apartment bis zur Villa ist alles dabei - doch das Erlebnis des "selberbauens" entfällt. Dem Überflieger World of Warcraft scheint Housing indes nicht viel zu bedeuten: Obwohl Gildenhallen schon vor dem Release angekündigt waren, ist drei Jahre später keine Rede mehr davon.

Nun macht sich auch Turbine Gedanken über ein solches System und scheint sich dabei für einen Mittelweg aus Siedlungszonen von Dark Age of Camelot und den vorgerfertigten, instanziierten Häusern von EverQuest II zu gehen. Jede Rasse soll eine eigene Siedlung erhalten, welche sich nahtlos in die beschauliche Landschaft von Mittelerde integriert. Doch statt mehrerer aneinandergrenzenden Zonen wird es für jede Siedlung mehrere Instanzen geben - die sogenannten Nachbarschaften. Jede Nachbarschaft besteht aus 30 Häusern, darunter auch Gildenhallen und Luxus-Häuser für die besser verdienenden Abenteurer.



Während das Äußere der Häuser also kaum verändert werden kann, darf sich der Spieler bei der Inneneinrichtung richtig austoben. Teppiche, Mobiliar, Bilder, ... sind nur ein Bruchteil der Möglichkeiten, die Turbine verspricht. Dabei sind Häuser und Dekoration nicht rassengebunden: Ein Elb darf sich also eine Hobbithöhle kaufen, und dennoch mit seinen verzierten Elbenmöbeln anrücken ... na ob das bei den kleinen auenländischen Wohnhöhlen nicht ein wenig eng wird?

Damit man sich auch nach der zünftigen Party im Zwergenpub noch daran erinnert, in welcher der vielen Instanzen man denn noch mal wohnt, bekommt jede Nachbarschaft ihren eigenen, Herr-der-Ringe-konformen Namen verpasst.

Den Handwerkern wird freuen, dass sie durch das neue Siedlungssystem noch mehr in ihre Auftragsbücher vermerken dürfen. Für jede Rasse wird es eigene Rezepte geben, mit denen sich noch mehr Mobiliar und Dekorationen herstellen lassen.

Die Trophäenjäger können in der Wildnis von Mittelerde spezielle Tierleichen sammeln, und wie in Dark Age of Camelot zu einem Präparator bringen. So kann man sich auch später noch vor seinen Freunden brüsten, der gefürchteste Jäger im Land zu sein.

Natürlich bieten die Häuser noch weitere Vorteile, wie eine Lagerkiste, eine Teleportmöglichkeit, Nachbarschaftsrabatte bei den lokalen Händlern und vieles mehr.

Die Siedlungen halten zusammen mit mit dem Update von Buch 11 Einzug in Mittelerde. Also packt schonmal eure Sachen, denn am 25. Oktober wird es Zeit, sich ein eigenes Zuhause zu besorgen.

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