Geschichte

Die Helden von Chetaras III

Als die Menschen den Planeten Chetaras III besiedelten, da dachten sie an Reichtum und Wohlstand, da es hier Kristalle abzubauen gab, die sich für die Lichtschwert-Technologie eignete. Dazu ein paar Rohstoffe von jeder Art, um eine eigene Zivilisation aufzubauen. Doch die Zeit zeigte, die Kristalle zerfallen schnell, wenn sie aktiv genutzt werden und ihr Wert ist damit gleich null. Viele der Kolonisten zogen wieder weg, doch einige blieben. Schnell lernten sie die rauhe Natur des Planeten kennen und schätzen, auch wenn zwei gewaltige Raubtiere den Planeten unter sich aufteilten.

Die ponygroßen Wölfe mit ihrem hellen grauen Fell und den silber glänzenden Augen, nannten sie Silberwölfe und die noch größeren Echsen, die Biologen als Waran klassifizierten nannten sie Feuerechse, Feuerwaran, oder wenn es ganz theatralisch ging, die Feuerdrachen. Sie waren noch größer und vor allem länger als die Wölfe und konnten natürlich kein Feuer speien. Doch ihre dunkle ledrige Haut war mit einem öligen, rot und gelb flourizierenden Sekret beschmiert, das bei Hautkontakt starke Verbrennungen verursacht. Die Feuerwaren jagten auch mit ihren besonders stark beschmierten Schwänzen und bei ihren normalen Fraßopfern wirkt dieses Öl wie ein Kontaktgift.

Die Silberwölfe jedoch schienen dagegen imun zu sein, Wissenschaftler begannen mit dem Sekret zu experimentieren und schnell stellte sich dessen hoher chemischer und toxikologischer Nutzwert heraus. Die Bewohner von Chetaras III waren glücklich. Sie hatten wieder ein Produkt, mit dem sich in der Galaxis gut handeln ließ. Viele große Konzerne waren interessiert. Aber auch Drogenkartelle, Piraten und Schmuggler tauchten auf, denn aus dem Sekret ließ sich auch eine sehr starke Droge herstellen. Die Bewohner von Chetaras III kamen nicht umhin die Republik um Hilfe zu bitten, allein konnten sie die immer häufiger auftauchenden Kriminellen nicht bekämpfen. Auch die Population an Feuerwaranen nahm bereits spürbar ab.

Ein offizieller Besuch eines Trupps der Republik wurde von einem Jedi Meister begleitet, der sofort ein unnatürliches Muster in der Macht entdeckte. Die Silberwölfe und auch die Feuerwarane umgab ein Hauch der Macht, den der Jedi sich nicht erklären konnte. Nur wenige Wochen später begann die Republik auf Drängen der Jedi auf Chetaras III einen Außenposten zu errichten. Etwa zur gleichen Zeit begann sich auf dem Planeten etwas zuzutragen, dass alle Beteiligten in jähes Erstauen versetzte. Die wilden Silberwölfe, die sich bislang recht geschickt den Versuchen ihre Gewohnheiten zu erforschen entzogen hatte, begannen Wilderer und Drogenkriminelle anzugreifen, die nach den Feuerwaranen jagten.

 

In freier Natur waren die gewaltigen Silberwölfe und die glühenden Feuerwarane Konkurrenten, doch als die Zahl der Warane begann dramatisch abzunehmen, ergriffen die Wölfe Partei für sie. Die Wissenschaftler waren begeistert, die Einwohner von Chetaras III ebenfalls und die Jedi völlig durch einander, denn die Wölfe zeigten Anzeichen der hellen Seite der Macht, wogegen die Warane eher die dunkle Seite repräsentierten. Dennoch halfen die Wölfe den Waranen, als ihre Zahl bedroht war.

 

Der Außenposten der Republik freute sich über die Hilfe im Kampf gegen die Piraten und Kartelle und nur wenige Jahre, nachdem alles begonnen hatte nannte man die Truppen im Volksmund bereits die Silberwölfe.

 

Dann kam die mandalorianische Blockade und der Handel mit Chetaras III brach völlig ein. Das Sekret der Feuerwarane war nicht wichtig und nicht lukrativ genug, damit ein Schmuggler den Versuch wagte, die Blockade zu überwinden. Der Außenposten war von den Hauptwelten abgeschnitten, aber die örtlichen Kriminellen waren weiter aktiv. Die Verbundenheit der Bevölkerung und ihrer Helden, den Soldaten, Schmugglern und Jedi der Außenstation, die fortwährend für Chetaras, für die Warane und schließlich spgar für die Wölfe kämpften wuchs stetig. Mit der Zeit machten die Kartelle auch Jagd auf die Silberwölfe, um ihre Zahl spürbar zu dezimieren, denn sie waren beachtliche Gegner, die immer wieder komplette Wilderertrupps aufrieben. Der Mitglieder des Außenpostens wurden von den Bewohnern des Planeten längst nur noch Silberwölfe genannt und so machten diese sich auf ihre Namensgeber ebenfalls zu verteidigen. Die Jedi vor Ort hatten schon lange darum gebeten auch die hellen großen Wölfe zu unterstützen.

 

Die Blockade der Mandalorianer ließ schließlich auch die kriminellen Geschäfte einbrechen und die Lage auf Chetaras III beruhigte sich. Die Wölfe zogen sich wieder in die Wildnis zurück und die Warane hatten die Chance ihre Zahlen wieder zu vermehren. Die Soldaten des Außenpostens leckten ihre Wunden, gefeiert von der Bevölkerung und die Jedi widmeten sich wieder verstärkt dem Rätsel der Macht, die in diesen beiden Spezies schlummert. Es gibt Thesen, dass sich alte Artefakte, Tempel oder andere Objekte der Macht auf dem Planeten geben muss, aber bislang hat niemand davon eine Spur gefunden. Dennoch, es ist bekannt, dass die Menschen nicht das erste Volk ist, das auf diesem Planeten gesiedelt hat.

 

Mit dem wackeligen Friedensvertrag von Coruscant kamen auch erste Händler und leider auch wieder zwielichtige Gestalten nach Chetaras. Auch halten sich hartnäckige Gerüchte, die dunkle Seite der Macht sei misstrauisch, was ein paar Jedi seit so langer Zeit auf diesem Planeten treiben würden und hätten Agenten ausgesandt. Die Zukunft aller Bewohner von Chetaras ist ungewiss, seien es Menschen, Warane oder Silberwölfe.



Eine Geschichte von Bayalla

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