Das Spiel

"World of Warcraft"-Review


Ein "World of Warcraft"-Review von Corryn.

I. Story:


"World of Warcraft" führt die Geschichte der drei "Warcraft"-Spiele von Blizzard und deren Addons weiter. Seit den Ereignissen in "Warcraft III" und "The Frozen Throne" sind einige Jahre vergangen. Die Allianz, ein Zusammenschluss der Menschen, Gnome, Zwergen und Nachtelfen, sieht sich einem neu aufflammenden Konflikt mit der aus Orks, Trollen, Untoten und Tauren bestehenden Horde gegenüber.

Als Angehöriger einer der acht Rassen - und damit automatisch als Mitglied einer festgelegten Fraktion - tritt der Spieler in die Welt von Azeroth ein. Diese ähnelt auf dem ersten Blick zwar einer beliebigen Fantasywelt, doch werden dem Spieler mit der Zeit viele Details begegnen, die das Warcraft-Universum vom üblichen Fantasygenre abheben - etwa die Zwerge, die mit einer Schrotflinte auf die Jagd gehen können. Insbesondere die technikbegeisterten Gnome - sozusagen die Daniel Düsentriebs von Azeroth - überraschen desöfteren durch ungewöhnliche Maschinen. Ob dampfgetriebener Panzer, eine unterirdische Bahnverbindung oder Propellerflugzeuge - in World of Warcraft muss man von der üblichen Tolkien-Fantasy Abschied nehmen.

Überhaupt waren die Entwickler aus den Blizzard Studios bei der Entwicklung von WoW desöfteren zu Scherzen aufgelegt: Lustige Quest- und NPC-Namen, sowie Anspielungen auf Filme oder andere fiktive Charaktere sind keine Seltenheit. Ob Figuren aus Blizzard-Spielen, wie etwa Kerrigan, Zerg (StarCraft) oder Diablo, oder ein gecrashter Podracer (Star Wars: Episode I) - wahrscheinlich findet man in WoW mehr versteckte Referenzen als in allen Teilen von „Monkey Island" zusammengezählt.

II. Der Einstieg:

Anders als viele andere MMORPGs konfrontiert World of Warcraft den Spieler nicht von Anfang an mit zuviel Komplexität, die den Spieleinstieg vor allem für MMORPG Neulinge erschweren würde. Vielmehr wird der Spieler durch ein ausgeklügeltes System von Quest und Kurztipps langsam und auf unterhaltsame Weise mit dem Spiel vertraut gemacht.

So ist schon die Chraktererstellung recht schlicht und unkompliziert gehalten, denn bis auf Rasse, Charakterklasse und Aussehen braucht man nichts weiteres einzustellen - keine Talentpunkte, keine Attribute oder andere rollenspieltypische Werte. Allerdings ist man auch in der Wahl des eigenen Erscheinungsbildes relativ eingeschränkt. Zwar lassen sich Frisur, Hautfarbe, Gesichtbehaarung etc ... festlegen, doch fehlen beispielsweise Einstellungen für Größe und Breite der Charaktere.

Der neu erstellte Charakter beginnt im Anfangsgebiet seiner jeweiligen Rasse, wo er bis ca. Level 6 die grundlegende Spielweise und Bedienung von World of Warcraft und der gewählten Klasse erlernt. Die Quests die man vom Trainer und anderen NPCs erhält führen den Neuling bis in die entlegenste Ecke der Anfangsregion, sodass man kaum auf die Idee kommt, diese verlassen zu wollen. Sind alle Quests im Startgebiet abgeschlossen, wird die letzte erhältliche Quest aus dem Stargebiet den Charakter in die nächste Stadt leiten, wo ihn wiederum eine Unzahl an Quests, neuen Fertigkeiten und die Möglichkeit die ersten Handwerksberufe zu erlernen, erwartet.

Mit dem Erreichen der zehnten Stufe kommt mit den Talenten ein neuer Aspekt der Individualisierung hinzu und die ersten klassenspezifischen Quests werden in diesem Levelbereich verfügbar.

III. Spielschwerpunkt:

„World of Warcraft" soll eine möglichst große Anzahl von Spielern ansprechen und ermöglicht deshalb eine Vielzahl unterschiedlicher Spielweisen. Dies schlägt sich bereits bei der Wahl der Server wieder, da sowohl explizite PvP-Server als auch normale Server angeboten werden.
So gibt es für alle begeisterten PvP-Spieler mehrere Server auf denen sie den Konflikt zwischen Horde und Allianz intensiv ausleben können, während auf den „PvE"-Servern jeder Spieler selber entscheiden kann, ob er sich am Kampf gegen die feindliche Fraktion beteiligen möchte. Dort stehen logischerweise das Questen und der gemeinsame Kampf gegen Monster im Vordergrund, allerdings wird auch auf den PvE-Servern das vollständige PvP-Programm angeboten.

Auch die Gruppe der Rollenspieler wird von Blizzard nicht vernachlässigt. Explizite Rollenspielserver mit verschärftem Regelwerk gegen ihnen auch in Europa die Möglichkeit, ihre Charaktere mit allen Nuancen auszuspielen. Weiterhin spricht World of Warcraft auch die Gelegenheisspieler an, da man auch in kurzer Zeit, wie beispielsweise einer Stunde Spaß haben kann. Dabei hat man durch ein spezielles „Rest System" die Möglichkeit, mit anderen Spielern mitzuhalten. Da diese weniger Erfahrungspunkte erhalten, je länger sie an einem Stück spielen.

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