Das Spiel

"World of Warcraft"-Review




Ein "World of Warcraft"-Review von Corryn.

X. Bewertung:

„World of Warcraft" bietet im Grunde nicht allzuviel Neues im MMORPG-Genre, außer vielleicht einer etwas ungewöhnlichen und selbstironischen Hintergrundwelt die, zusammen mit der bunten und leider etwas polygonarmen Grafik, sicher zu den wichtigsten Unterschieden zu anderen Onlinerollenspielen zählt. Der Humor und die Skurilität auf die man in „World of Warcraft" teilweise trifft, sucht in der Welt der Onlinerollenspiele jedenfalls seinesgleichen.

WoW zeigt jedoch unter anderem auch, dass das Hochleveln eines Charakters auch anhaltenden Spaß bieten kann, und nicht in stundenlangen, monotonen Monster kloppen ausarten muss.
Klar ist, das „World of Warcraft" schon jetzt zu den meisterverkauftesten Onlinespielen zählt, und dass sich zukünftige Konkurrenten erst an „World of Warcraft" die Zähne ausbeißen müssen.

Allerdings muss trotz aller Lobpreisungen auch auf die negativen Seiten aufmerksam gemacht werden. Innerhalb des Reviews wurden bereits auf die etwas kantige Grafik, die eingeschränkte Möglichkeit, das Aussehen des Charakters zu bestimmen und die sehr großzügige Scripting- und Macro-Funktion eingegangen.

Weniger erfreulich sind zudem die etwas dürftige Informationspolitik von Blizzard, wobei das europäische Team auch erst sehr spät alle drei Communitymanager beisammen hatte.
Auch zwei Monate nach dem Release, gibt es in Nordamerika immer noch Probleme mit der Serverlast. Spieler beklagen sich über zu hohen Lag oder über Warteschleifen die verhindern, dass sie sich auf ihren Heimatserver einloggen können. Ebenfalls negativ aufgenommen wurde die Ankündigung von Blizzard, dass europäische Spieler eigentlich nicht auf den nordamerikanischen Server spielen sollten, sondern auf den Start der Europäischen Version warten müssen.

Von Balancing-Problemen hört man auch sehr oft, von Klassen die zu stark, oder Handwerksfähigkeiten die zu unnütz sind. Was davon gerechtfertigt ist und was sinnlose Heulerei müssen letzten Endes die Entwickler selber entscheiden.

So gibt es viele kleine Details, die den Release (und den bevorstehenden Europe-Release) von „World of Warcraft" trüben, doch wie alle MMORPGs und Blizzard-Spiele hat WoW eines ganz sicher: das (Sucht-)Potential, Menschen über mehrere Stunden hinweg in eine andere Welt zu versetzen.

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